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Leadership-Bibliothek

Impulse, Leitfäden und Hintergründe

Nuggets für fünf Minuten, Playbooks für das nächste Gespräch und Editorials zum Weiterdenken. Alle Inhalte sind von der Redaktion ich.raum geprüft.

15 von 98 Inhalten

Nugget3 Min.

Check-in, wenn ein neues Teammitglied dabei ist

In der ersten Teamrunde soll sich die neue Person meist ausführlich vorstellen, während alle anderen zuschauen. Das ist ein Auftritt vor Unbekannten. Leichter wird es, wenn alle dieselbe kurze Frage zur Arbeit beantworten und die neue Person zuletzt spricht: Sie hört erst zu und lernt dabei die Rollen im Team kennen.

Nugget3 Min.

Den Jour fixe verschieben, aber nicht ausfallen lassen

Wird der Kalender voll, fällt zuerst der Jour fixe, weil er intern ist und sich leicht verschieben lässt. Für die Person sagt jede Absage etwas über ihren Stellenwert. Nach der dritten trägt sie ihre Themen woanders hin oder behält sie für sich. Müssen Sie absagen, schlagen Sie gleich selbst einen Ersatztermin vor.

Nugget3 Min.

Der erste Satz nach einer Fehlermeldung zählt

Ob Ihr Team Fehler früh meldet, entscheidet sich weniger an Leitbildern als an Ihrem ersten Satz, wenn jemand mit einer schlechten Nachricht kommt. Ein „Wie konnte das passieren?“ lehrt das ganze Team, beim nächsten Mal etwas länger zu warten. Ein „Danke, dass Sie es gleich sagen“ lehrt das Gegenteil.

Editorial8 Min.

Der Jour fixe ist das unterschätzte Führungsinstrument

Zwischen Jahresgespräch und anlassbezogenem Personalgespräch liegt ein Termin, den viele Führungskräfte als Erstes streichen: der regelmäßige Jour fixe unter vier Augen. Gerade dort entscheidet sich, ob kleine Probleme früh auf den Tisch kommen und ob das Jahresgespräch ohne Überraschungen bleibt. Der Beitrag grenzt den Jour fixe von den beiden anderen Gesprächsformen ab und zeigt, woran er meist scheitert: an Absagen und an der Reihenfolge der Themen.

Nugget3 Min.

Eine Nachricht, die das Flurgespräch ersetzt

Im Büro erfährt man nebenbei, dass ein Kunde verärgert ist oder dass eine Priorität wackelt. Wer zu Hause arbeitet, bekommt davon wenig mit und erfährt es oft zu spät. Eine kurze persönliche Nachricht pro Woche gleicht das teilweise aus, wenn sie Zusammenhänge teilt und eine echte Frage stellt.

Nugget3 Min.

Ohne Weisungsbefugnis überzeugen statt drängen

Wer ohne Weisungsbefugnis führt, greift bei knappen Terminen schnell zu Druck: Fristen in Großbuchstaben, die Chefin in Kopie, der Hinweis auf die Geschäftsführung. Das bringt manchmal eine Zusage, selten Mitarbeit. Wirksamer sind Gründe, die für den anderen Bereich zählen, und die Frage, was er dafür braucht.

Editorial9 Min.

Psychologische Sicherheit ist keine Nettigkeit

Viele Teams sind freundlich und trotzdem stumm. Psychologische Sicherheit zeigt sich daran, ob unbequeme Dinge dort gesagt werden, wo entschieden wird: im Teammeeting. Gute Stimmung allein verrät darüber wenig. Der Beitrag zeigt, warum Führungskräfte Sicherheit weniger mit Appellen herstellen als mit dem Ablauf ihrer Meetings und mit ihrer Reaktion auf den ersten Einwand.

Nugget3 Min.

Rückmeldepunkte vereinbaren und dazwischen loslassen

Wer eine Aufgabe übergibt und dann jeden zweiten Tag fragt „Wie weit sind Sie?“, delegiert nur auf dem Papier. Die Person arbeitet unter Beobachtung und wartet im Zweifel auf Ihr Signal. Vereinbaren Sie bei der Übergabe zwei oder drei feste Punkte zum Draufschauen, dichter bei neuen Aufgaben.

Editorial11 Min.

Wann das BEM-Gespräch zur Formalität wird

Das Betriebliche Eingliederungsmanagement soll Beschäftigten nach längerer Krankheit helfen, gesund an ihrem Arbeitsplatz zu bleiben. Manches BEM endet trotzdem nach zwanzig Minuten mit dem Vermerk „keine Maßnahmen erforderlich“. Dieser Beitrag zeigt, warum Misstrauen das Verfahren leerlaufen lässt, welchen Anteil die direkte Führungskraft daran hat, lange bevor der Einladungsbrief kommt, und wie Vertraulichkeit und eine klare Trennung der Rollen das BEM zu einem echten Angebot machen.

Editorial9 Min.

Warum ein Escape Room unklare Ziele nicht repariert

Escape Room, Kochkurs, Kletterhalle: Wenn die Zusammenarbeit hakt, buchen viele Führungskräfte ein Teamevent. Der Abend ist oft schön, doch am Montag gelten wieder dieselben unklaren Ziele und Zuständigkeiten. Der Beitrag zeigt an einem Kundenserviceteam, warum Vertrauen vor allem in der gemeinsamen Arbeit entsteht, durch erlebte Verlässlichkeit und die Sicherheit, Unbequemes auszusprechen, und wann ein Teamtag dabei trotzdem hilft.

Editorial10 Min.

Warum es den einen richtigen Führungsstil nicht gibt

Transformational, dienend, situativ, lateral: Wer sich mit Führungsstilen beschäftigt, begegnet vielen Etiketten und der stillen Erwartung, sich für eines zu entscheiden. Der Beitrag zeigt, warum ein einzelner Stil als Selbstbild in die Irre führt, was die Modelle trotzdem leisten und wie Sie sie als Linsen nutzen, um die nächste konkrete Situation besser zu lesen, auch dort, wo Sie ohne Weisungsbefugnis führen.

Editorial9 Min.

Warum gerade die beste Fachkraft schwer loslässt

Viele Führungskräfte wurden befördert, weil sie fachlich die Besten waren. Genau das macht Delegieren für sie schwer: Sie sehen jeden Unterschied zur eigenen Lösung, und Selbermachen fühlt sich schneller und sicherer an. Der Beitrag zeigt, was diese Kontrolle das Team und die Führungskraft kostet und wie der Übergang gelingt, ohne dass die Qualität leidet.

Editorial9 Min.

Warum hybride Teams leise auseinanderdriften

Über hybride Arbeit wird meist als Frage der Produktivität gestritten. Für Führungskräfte liegt das größere Risiko woanders: Wer oft im Büro ist, wird eher gesehen und für sichtbare Aufgaben ausgewählt, und wer meist zu Hause arbeitet, driftet leise aus dem Blick, ohne dass jemand das beschlossen hätte. Der Beitrag zeigt, wie diese ungleiche Sichtbarkeit entsteht, woran Sie sie im eigenen Team erkennen und mit welchen Gewohnheiten Sie gegensteuern.

Editorial9 Min.

Wenn Gewaltfreie Kommunikation zur Kontrolltechnik wird

Die vier Schritte der Gewaltfreien Kommunikation helfen Führungskräften, schwierige Anliegen ohne Vorwurf und trotzdem deutlich anzusprechen. Im Alltag werden sie oft zur höflichen Kontrolltechnik: mit Pseudogefühlen, moralisch aufgeladenen Bedürfnissen und Bitten, die kein Nein vertragen. Der Beitrag zeigt, woran Sie das erkennen, und warum echtes Zuhören die Voraussetzung dafür ist, dass die Form trägt.

Nugget3 Min.

Zum Schluss fragen, was die Person von Ihnen braucht

Im Jour fixe entstehen meist Aufgaben für Ihr Gegenüber. Drehen Sie zum Schluss die Richtung um: „Was brauchen Sie bis zum nächsten Mal von mir?“ Oft ist die Antwort klein, eine Freigabe oder ein Anruf beim Nachbarteam. Wer sie notiert und bis zum nächsten Termin erledigt, macht den Jour fixe spürbar nützlich.