Das Betriebliche Eingliederungsmanagement soll Beschäftigten nach längerer Krankheit helfen, gesund an ihrem Arbeitsplatz zu bleiben. Manches BEM endet trotzdem nach zwanzig Minuten mit dem Vermerk „keine Maßnahmen erforderlich“. Dieser Beitrag zeigt, warum Misstrauen das Verfahren leerlaufen lässt, welchen Anteil die direkte Führungskraft daran hat, lange bevor der Einladungsbrief kommt, und wie Vertraulichkeit und eine klare Trennung der Rollen das BEM zu einem echten Angebot machen.
Führungskräfte, die ein Trennungsgespräch fürchten, wollen es der Person leichter machen: Sie schieben es auf, reden lange um die Nachricht herum oder lassen eine Hoffnung stehen, die es nicht gibt. Genau das macht die Trennung härter. Der Beitrag zeigt an einer Szene, wie Schonung scheitert, was Anstand in diesem Gespräch bedeutet und wo die Grenzen der Führungskraft liegen, weil HR und Rechtsberatung den rechtlichen Rahmen vorher klären.