Der erste Satz nach langer Krankheit entscheidet mit, ob sich jemand willkommen oder beobachtet fühlt. „Na, wieder fit?“ verlangt eine Auskunft über die Gesundheit. „Schön, dass Sie wieder da sind“ verlangt nichts und lässt der Person die Wahl, was sie erzählt. Danach hilft ein Überblick über den Tag.
Das Betriebliche Eingliederungsmanagement soll Beschäftigten nach längerer Krankheit helfen, gesund an ihrem Arbeitsplatz zu bleiben. Manches BEM endet trotzdem nach zwanzig Minuten mit dem Vermerk „keine Maßnahmen erforderlich“. Dieser Beitrag zeigt, warum Misstrauen das Verfahren leerlaufen lässt, welchen Anteil die direkte Führungskraft daran hat, lange bevor der Einladungsbrief kommt, und wie Vertraulichkeit und eine klare Trennung der Rollen das BEM zu einem echten Angebot machen.
„Was hatten Sie denn?“ klingt nach Anteilnahme. Kommt die Frage von der Führungskraft, lässt sie sich kaum ablehnen. Für Ihre Planung genügt, was ab wann möglich ist, und das kann die Person beantworten, ohne über ihre Krankheit zu sprechen.
Wenn ein Team dauerhaft überlastet ist, bieten viele Unternehmen Resilienz- oder Achtsamkeitstrainings an. Solche Angebote können Einzelnen helfen, doch sie verändern nicht die Arbeit, die auf Dauer krank machen kann. Dieser Beitrag zeigt, warum Überlastung vor allem aus dem Verhältnis von Anforderungen und Ressourcen entsteht, welche dieser Stellschrauben Führungskräfte selbst in der Hand haben und wo ihre Verantwortung endet.
Nach langer Krankheit will das Team wissen, was los war. Sagen Sie nur, was für die Arbeit nötig ist: ab wann die Person da ist, zu welchen Zeiten und wer was übernimmt. Alles Weitere erzählt sie selbst, wenn sie will. Stimmen Sie Ihre Sätze vorher mit ihr ab, damit sie nicht im Flur hört, was über sie gesagt wurde.