Zwischen Jahresgespräch und anlassbezogenem Personalgespräch liegt ein Termin, den viele Führungskräfte als Erstes streichen: der regelmäßige Jour fixe unter vier Augen. Gerade dort entscheidet sich, ob kleine Probleme früh auf den Tisch kommen und ob das Jahresgespräch ohne Überraschungen bleibt. Der Beitrag grenzt den Jour fixe von den beiden anderen Gesprächsformen ab und zeigt, woran er meist scheitert: an Absagen und an der Reihenfolge der Themen.
Viele Führungskräfte sprechen nachlassende Leistung erst an, wenn das Jahresgespräch ansteht oder der Ärger zu groß geworden ist. Aus Rücksicht gemeint, trifft das Warten am Ende alle: Die betroffene Person verliert Monate, in denen sie hätte gegensteuern können, das Team trägt die Lücke still mit, und die Führungskraft verspielt Glaubwürdigkeit. Der Beitrag zeigt, warum Schweigen so verlockend ist, was es kostet und wie frühes, faires Ansprechen gelingt.