Wer kritisiert wird, will sich rechtfertigen. Hilfreicher ist die Konfliktampel: Erst auf Gelb schalten und nur zuhören, bis Inhalt und Ton klar sind. Ist die Kritik verletzend, grenzen Sie sich ab (Rot). Ist sie fair, suchen Sie gemeinsam eine Lösung (Grün).
Wenn Spannungen zwischen Ihnen und einer Person im Team oder zwischen zwei Teammitgliedern spürbar werden und sich noch im Gespräch klären lassen. Das gilt für die frühen Eskalationsstufen, solange noch miteinander geredet wird. Nicht geeignet, wenn Drohungen, Mobbing oder arbeitsrechtliche Schritte im Raum stehen.
Solange Konfliktparteien noch miteinander reden, lässt sich ein Konflikt meist im Gespräch klären. Wer abwartet, riskiert die nächste Stufe: Dann werden Verbündete gesucht, Tatsachen geschaffen und Gesichtsverluste in Kauf genommen. Früh ansprechen ist deshalb keine Härte, sondern Vorsorge.
Vorwürfe, Verallgemeinerungen wie „immer“ oder „typisch“ und Ironie machen aus einem Anliegen einen Angriff, Ihr Gegenüber geht in die Verteidigung. Beginnen Sie stattdessen mit Ihrer eigenen Wahrnehmung. Eine Sichtweise lässt sich besprechen, ein Vorwurf nur abwehren.
Wer im Team als „Bremser“ oder „chaotisch“ gilt, zeigt oft nur ein Bedürfnis, das gerade zu kurz kommt: nach Nähe, Abstand, Sicherheit oder Abwechslung. Solche Bedürfnisse wechseln mit der Situation. Wer fragt, was jemand gerade braucht, findet leichter einen Zugang als mit einem Etikett.