Wer vor einer neuen Herausforderung steht, sieht vor allem, was fehlt. Eine Frage nach einer früheren Situation, die gut ausging, holt die eigenen Fähigkeiten zurück ins Bewusstsein. Das löst das Problem nicht, verändert aber die Haltung, mit der jemand hineingeht, und damit die ersten Schritte.
Nach einem Leistungsgespräch achten viele Führungskräfte vor allem darauf, ob der nächste Fehler kommt, und sie finden ihn. Erwartungen lenken, was wir sehen und wie wir mit jemandem umgehen. Wer erste Verbesserungen gezielt sucht und zeitnah benennt, zeigt der Person, dass Veränderung möglich ist und bemerkt wird.
Coachend zu führen, also mit Fragen statt fertigen Antworten zu arbeiten, stärkt die Eigenständigkeit im Team und entlastet Führungskräfte. Wer aber beurteilt, befördert und Aufgaben verteilt, kann nie ein neutraler Coach sein. Dieser Beitrag zeigt, wo der coachende Stil wirkt, wo er in Manipulation oder Übergriff kippt und wie offene Rollenwechsel ihn fair machen.